Was bedeuten in der Volumenmessung Fehlergrenze, Richtigkeit, Variationskoeffizient und Präzision?
Grafische Darstellung von Präzision und Richtigkeit
Die Zielscheibe stellt den Volumenbereich um den zentralen Sollwert dar, die schwarzen Punkte sind die Werte verschiedener Messungen eines definierten Volumens.
Richtigkeit schlecht: |
Richtigkeit gut: |
Richtigkeit schlecht: |
Richtigkeit gut: |
Zur Beschreibung der Genauigkeit wird für Volumenmessgeräte aus Glas der Begriff der "Fehlergrenze" verwendet, während sich für Liquid Handling Geräte die statistischen Begriffe "Richtigkeit [%]" und "Variationskoeffizient [%]" etabliert haben.
■ Fehlergrenze
Die in den entsprechenden Normen angegebene Fehlergrenze (FG) gibt die maximale zulässige Abweichung des Gerätes vom Sollwert an.
■ Fehlergrenze aus
In guter Näherung lässt sich aus Richtigkeit und Varia-tionskoeffizient die Fehlergrenze (FG) des Gerätes z. B. für das Nennvolumen (VN) berechnen. |
■ Richtigkeit
Die Richtigkeit (R) zeigt an, wie nahe der Mittelwert am Sollwert liegt, d.h. die systematische Messab-weichung Die Richtigkeit ergibt sich als Differenz zwischen Mittelwert (V) und Sollwert (VSoll), bezogen auf den Sollwert in %. |
■ Variationskoeffizient
Der Variationskoeffizient (VK) zeigt an, wie nahe die einzelnen Messwerte beieinander liegen, d.h. zufällige Messabweichung. Der Variationskoeffizient ist definiert als Standardabweichung in %, bezogen auf den Mittelwert.
■ Präzision Wird die Streuung der einzelnen Messergebnisse um den Mittelwert V in Volumeneinheiten angegeben, spricht man von der Präzision. |
■ Teilvolumen
In der Regel sind R und VK auf das Nennvolumen (VN) bezogen. Diese Angaben in % müssen für Teilvolumina (VT) umgerechnet werden. Dagegen erfolgt keine Umrechnung für die Teilvolumina, wenn R und VK in Volumeneinheiten (z. B. ml) angegeben sind. |


