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Technische Informationen
Desinfektion/Sterilisation

Desinfektion 
Laborgeräte, die mit infektiösem Material oder gentechnisch veränderten Organismen in Berührung gekommen sind, sind vor der weiteren Benutzung / Entsorgung zu desinfizieren, d.h. in einen Zustand zu versetzen, dass von ihnen keine Gefahr mehr ausgehen kann. Dazu können die Laborgeräte z.B. mit Desinfektionsreinigern behandelt werden. Falls erforderlich und der Werkstoff geeignet ist, kann anschließend dampfsterilisiert (autoklaviert) werden. 

Dampfsterilisation 
Unter Dampfsterilisieren (Autoklavieren) versteht man das Abtöten bzw. das irreversible Inaktivieren aller vermehrungsfähigen Mikroorganismen unter Einwirkung von gesättigtem Wasserdampf bei 121 °C (2 bar), nach DIN EN 285. Die ordnungsgemäße Durchführung der Sterilisation bis hin zur biologischen Sicherung liegt in der Verantwortung der zuständigen Hygienefachkraft.

Sterilisationshinweise 

  • Nur wenn der Dampf gesättigt ist und zu allen kontaminierten Stellen ungehindert Zutritt hat, ist eine wirksame Dampfsterilisation gewährleistet. 
  • Um Überdruck zu vermeiden, sind Behälter stets zu öffnen. 
  • Wiederverwendbare verschmutzte Laborgeräte müssen vor dem Dampfsterilisieren gründlich gereinigt werden. Sonst backen während des Dampfsterilisierens die Schmutzreste an. Auch können die Mikroorganismen nicht wirksam abgetötet werden, da sie durch die Verschmutzungen geschützt sind. Gleichzeitig können evtl. anhaftende Chemikalien infolge der hohen Temperaturen die Oberflächen der Laborgeräte schädigen. 
  • Nicht alle Kunststoffe sind dampfsterilisierbeständig. Polycarbonat z. B. verliert seine Festigkeit, weshalb Polycarbonat-Zentrifugenröhrchen nicht dampfsterilisiert werden dürfen.
  • Beim Dampfsterilisieren (Autoklavieren) dürfen insbesondere die Geräte aus Kunststoff mechanisch nicht belastet werden (z.B. nicht stapeln). Um Formveränderungen zu vermeiden z.B. Becher, Flaschen und Messzylinder aufrechtstehend autoklavieren.

Temperaturbelastbarkeit 
Alle wiederverwendbaren BLAUBRAND®-und SILBERBRAND-Volumenmessgeräte können im Trockenschrank oder Sterilisator bis auf 250 °C erhitzt werden, ohne dass anschließend eine Volumenänderung zu befürchten ist. Grundsätzlich ist jedoch bei Glasgeräten zu beachten, dass ungleichmäßiges Erwärmen oder plötzlicher Temperaturwechsel thermische Spannungen bewirken, die zum Bruch führen können. Daher: 

  • Glasgeräte stets in den kalten Trockenschrank bzw. Sterilisator legen und aufheizen. 
  • Nach Ende der Trocken- bzw. Sterilisierzeit Geräte im abgeschalteten Ofen langsam abkühlen lassen. 
  • Volumenmessgeräte nie auf eine Heizplatte stellen. 
  • Bei Kunststoffgeräten ist die maximale Gebrauchstemperatur besonders zu beachten.