MenüEinstellungen
x
+49 9342 808 1515

Qualitätsmanagement
Präzision

Was bedeuten in der Volumenmessung Fehlergrenze, Richtigkeit, Variationskoeffizient und Präzision?

Grafische Darstellung von Präzision und Richtigkeit
Die Zielscheibe stellt den Volumenbereich um den zentralen Sollwert dar, die schwarzen Punkte sind die Werte verschiedener Messungen eines definierten Volumens.

Richtigkeit schlecht:
Die Treffer liegen weit vom Zentrum entfernt.
Präzision schlecht:
Die Treffer sind weit verstreut.
Ergebnis:
Diese Volumenmessgeräte sind von minderwertiger Qualität.

Richtigkeit gut:
Im Mittel liegen die Treffer gleichmäßig um das Zentrum verteilt.
Präzision schlecht:
Keine groben Fehler, allerdings sind die Treffer weit verstreut.
Ergebnis:
Alle Abweichungen sind "gleich wahrscheinlich". Geräte, die außerhalb der Fehlergrenze liegen, müssen aussortiert werden.

Richtigkeit schlecht:
Obwohl alle Treffer dicht beieinander liegen, ist das Ziel (Sollwert) trotzdem verfehlt.
Präzision gut:
Alle Treffer liegen dicht beieinander.
Ergebnis:
Fehlgesteuerte Fertigung, systematische Abweichung. Geräte, die außerhalb der Fehlergrenze liegen, müssen aussortiert werden.

Richtigkeit gut:
Alle Treffer liegen dicht um das Zentrum, also um den Sollwert.
Präzision gut:
Alle Treffer liegen dicht beieinander.
Ergebnis:
Diese Fertigung ist durch begleitende Qualitätssicherung hervorragend gesteuert. Geringe systematische Abweichung und enge Streuung der Geräte. Die zulässige Grenze wird nicht ausgeschöpft. Aussortieren ist nicht notwendig.

Zur Beschreibung der Genauigkeit wird für Volumenmessgeräte aus Glas der Begriff der "Fehlergrenze" verwendet, während sich für Liquid Handling Geräte die statistischen Begriffe "Richtigkeit [%]" und "Variationskoeffizient [%]" etabliert haben.

■ Fehlergrenze

Die in den entsprechenden Normen angegebene Fehlergrenze (FG) gibt die maximale zulässige Abweichung des Gerätes vom Sollwert an.

 

 

 

■ Fehlergrenze aus
   R und VK

In guter Näherung lässt sich aus Richtigkeit und Varia-tionskoeffizient die Fehlergrenze (FG) des Gerätes z. B. für das Nennvolumen (VN) berechnen.

■ Richtigkeit

Die Richtigkeit (R) zeigt an, wie nahe der Mittelwert am Sollwert liegt, d.h. die systematische Messab-weichung Die Richtigkeit ergibt sich als Differenz zwischen Mittelwert (V) und Sollwert (VSoll), bezogen auf den Sollwert in %.

■ Variationskoeffizient

Der Variationskoeffizient (VK) zeigt an, wie nahe die einzelnen Messwerte beieinander liegen, d.h. zufällige Messabweichung. Der Variationskoeffizient ist definiert als Standardabweichung in %, bezogen auf den Mittelwert.

 

■ Präzision

Wird die Streuung der einzelnen Messergebnisse um den Mittelwert V in Volumeneinheiten angegeben, spricht man von der Präzision.

■ Teilvolumen

In der Regel sind R und VK auf das Nennvolumen (VN) bezogen. Diese Angaben in % müssen für Teilvolumina (VT) umgerechnet werden.

Dagegen erfolgt keine Umrechnung für die Teilvolumina, wenn R und VK in Volumeneinheiten (z. B. ml) angegeben sind.