Volumenmessung
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Entscheidend für präzise Volumenmessungen im Labor ist das richtige Ablesen des sogenannten Meniskus, auch Flüssigkeitsmeniskus genannt.
Dieser Artikel erklärt, was ein Meniskus ist, warum er entsteht und wie das Volumen in Messgefäßen aus Glas oder Kunststoff im Labor exakt bestimmt werden kann.
Als Meniskus bezeichnet man die Krümmung der Flüssigkeitsoberfläche. Der Meniskus kann sowohl nach oben als auch nach unten gekrümmt sein. Die Ausbildung der Krümmung resultiert aus dem Kräfteverhältnis zwischen Adhäsion und Kohäsion.
Ist der Durchmesser einer Pipette eng genug – z. B. bei Kapillarpipetten – reicht die Adhäsionskraft aus, nicht nur den äußeren Rand, sondern sogar den gesamten Flüssigkeitsspiegel hochzuziehen (Kapillarwirkung).
Der Unterschied zwischen einem konkaven und einem konvexen Meniskus liegt in der Form der Flüssigkeitsoberfläche sowie im Zusammenspiel von Adhäsion (Anziehung zwischen der Flüssigkeit und der Gefäßwand) und Kohäsion (Anziehung zwischen den Molekülen der Flüssigkeit).
1. Lesen Sie den Meniskus auf Augenhöhe ab.
Für eine parallaxenfreie Einstellung des Meniskus, muss das Volumenmessgerät senkrecht gehalten werden und das Auge des Beobachters muss sich auf Höhe des Meniskus befinden. In dieser Position wird die Ringmarke als Strich abgebildet.
2. Ablesen des Meniskus
Tipp: Verwenden Sie dunkles Papier als Lesehilfe
Hält man ein dunkles Stück Papier unmittelbar unterhalb der Ringmarke oder eines Teilstriches hinter das Gerät, so wird der Meniskus dunkler und ist vor einem hellen Hintergrund besser ablesbar.
Bevor Sie den Messwert notieren, überprüfen Sie folgende Punkte:
✓ Befinden sich Ihre Augen auf Höhe des Meniskus?
✓ Lesen Sie die richtige Stelle des Meniskus ab?
✓ Steht der Messzylinder senkrecht auf einer ebenen Fläche?
✓ Bewegt sich die Flüssigkeit nicht mehr?