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Volumenmessgeräte

BRAND BASICS

Volumenmessgeräte im Labor Arten, Anwendungen, Zertifizierungen und Normen

Die Volumenmessung gehört zu den grundlegenden Arbeiten im Labor und dafür stehen eine Vielzahl unterschiedlicher Volumenmessgeräte von BRAND zur Verfügung. Auf dieser Seite erhalten Sie einen kompakten Überblick über die wichtigsten Gerätearten, typische Anwendungen sowie zentrale Aspekte zu Zertifikaten, Normen, und Handhabung auf Basis der über 75-jährigen Erfahrung des Herstellers BRAND im Bereich der Volumenmessgeräte. 

Was sind Volumenmessgeräte?

Volumenmessgeräte im Labor (egal ob in Chemie oder Biologie) sind spezielle Messgeräte, mit denen Flüssigkeiten möglichst genau abgemessen und dosiert bzw. überführt werden. Sie gehören zu den Prüf- und Messmitteln, also zu den Instrumenten, mit denen vereinbarten Beschaffenheiten (z. B. Konzentration, Gehalt, Titer) überhaupt erst zuverlässig geprüft werden können. Dabei werden sie vor allem zur Vorbereitung von Analysen von Flüssigkeiten und der eigentlichen Analyse an sich benutzt. 

 

Wichtig ist: Im Labor ist das Volumen oft nicht nur „Hilfsgröße“, sondern Teil des Messwertes (z. B. beim Titrieren). Deshalb unterscheiden sich Volumenmessgeräte grundsätzlich von Messbechern oder Haushaltsmessgefäßen: Sie sind auf Normen, Fehlergrenzen, Justageart (In/Ex) und eine Referenztemperatur ausgelegt und sie müssen regelmäßig überwacht und kalibriert werden, insbesondere in regulierten Umgebungen.

Merke:
Messkolben, Vollpipetten, Büretten, Titrierapparate, Mess-/Mischzylinder und Messpipetten sind präzise Volumenmessgeräte mit einer exakt justierten Ringmarke oder Skala. Messbecher, Becher, Erlenmeyerkolben, Tropftrichter usw. sind keine Volumenmessgeräte! Sie sind nicht exakt justiert, die Skala dient nur als Orientierungshilfe.

Welche Arten von Volumenmessgeräten gibt es?

Im Labor haben sich mehrere Grundtypen etabliert, die sich vor allem darin unterscheiden, ob sie ein festes Zielvolumen bereitstellen oder variable Teilvolumina ermöglichen, wie sie justiert wurden und wie stark das Ergebnis von Ablesen und Handhabung (Meniskus, Ablauf-/Wartezeit, Benetzung) abhängt. 

 

Die wichtigsten Arten von Volumenmessgeräten aus Glas oder Kunststoff sind:

Mit Ringmarke für fixe Volumina, z. B. Standardlösungen und Verdünnungen; typischerweise „In“ justiert, manchmal auch TC genannt (= to contain).
Für den Transfer eines festen Volumens mit hoher Reproduzierbarkeit; typischerweise „Ex“ justiert, manchmal auch TD genannt (= to deliver).
Mit Skala für Titrationen, bei denen das verbrauchte Volumen Teil des Messergebnisses ist; „Ex“, manchmal auch TD genannt (= to deliver). Ablesung/Wartezeit relevant.
Mit Skala für variable Volumina beim Abmessen und Mischen; meist „In“, weniger genau als Messkolben, manchmal auch TC genannt (= to contain).
Mit Skala für variable Volumina; „Ex“, manchmal auch TD genannt (= to deliver). Ergebnis stärker abhängig von Ablesung und Handling als bei fixen Volumengeräten.

Neben den hier beschriebenen Volumenmessgeräten aus Glas oder Kunststoff gehören auch Liquid-Handling-Geräte nach DIN EN ISO 8655 (z. B. Dispensette®, Transferpette® oder HandyStep®) zu den Volumenmessgeräten. Diese nutzen einen Hubkolben und besitzen damit ein anderes Funktionsprinzip als die Volumenmessgeräte aus Glas oder Kunststoff, die hier beschrieben werden.

Wofür werden Volumenmessgeräte im Labor benötigt?

Volumenmessgeräte werden immer dann benötigt, wenn ein Volumen gezielt eingestellt werden muss bzw. als Messgröße genutzt wird. Das ist überall dort der Fall, wo aus Volumen direkt Analysenergebnisse wie Konzentrationen oder Verdünnungsfaktoren folgen. Für die Auswahl hilft eine einfache Einteilung: Probenvorbereitung (Volumen als Referenz) vs. Analyse (Volumen als Teil des Messwerts).

1) Bei der Vorbereitung der Analyse

In der Probenvorbereitung geht es meist darum, eine Probe auf ein definiertes Volumen zu bringen oder Volumina reproduzierbar zu überführen:

Laborantin bei der Probenvorbereitung und präzisen Volumenmessung mit einer Pipette
  • Standardlösungen & Verdünnungsreihen: Messkolben (fixes Volumen) sind der Standard, weil das Volumen entweder die Referenz zur Ermittlung von Konzentration ist (zu analysierende Lösungen) oder in den Verdünnungsreihen die definierten Konzentrationen haben. Letzteres wird für die Kalibrierung von Geräten wie Spektrometer (UV/VIS, AAS, AES, OES, IR, MS etc.) oder Chromatographen (HPLC, GC, etc.) gebraucht.
  • Vor einer Titration (eine Möglichkeit der Analyse) werden Vollpipetten zum Überführen/Transferieren von zu analysierenden Lösungen gebraucht.
  • Definierte Zusätze (Puffer, Indikator, Reagenzien): Vollpipetten (fix) oder Messpipetten (variabel) – je nachdem, ob immer das gleiche Volumen benötigt wird oder flexibel gearbeitet wird.
  • Mischungen ansetzen: Mess-/Mischzylinder können eine praktische Alternative sein, wenn mehrere Lösungen in definierten Teilvolumina kombiniert werden (mit dem Trade-off „komfortabel vs. Genauigkeit“).

2) In der eigentlichen Analyse

In vielen Verfahren ist das genau zugegebene oder verbrauchte Volumen selbst ein Teil der Messung, z. B. bei der Titration. Dann werden Geräte wie Büretten oder Titrierapparate verwendet, bei denen das präzise Einstellen, ein gutes Handling und das Ablesen des Volumens entscheidend ist.

Im Labor sind solche Geräte wichtig, weil schon kleine Volumenfehler Konzentrationen verändern und damit Analysen verfälschen können. Viele Volumenmessgeräte sind deshalb auf bestimmte Volumina, Genauigkeitsklassen und Anwendungen ausgelegt.

100-ml-Messkolben von BRAND wird mit einer Pipette befüllt.

Auf einen Blick: Anwendungsfall & typisches Gerät

Anwendungsfall

Typisches Gerät

Typisches Gerät

Messkolben

Typisches Gerät

Vollpipette

Typisches Gerät

Bürette/Titrierapparat

Typisches Gerät

Mess-/Mischzylinder

Wie unterscheiden sich Volumenmessgeräte voneinander?

Volumenmessgeräte unterscheiden sich vor allem durch den Volumentyp (fix vs. variabel), die Justage (In vs. Ex bzw. TC vs. TD), die Genauigkeitsklasse (A vs. B) und das Material/Werkstoff (Glas vs. Kunststoff).

Die 4 wichtigsten Unterscheidungen von Volumenmessgeräten sind:

  1.  Fixes vs. variables Volumen

     

    Fixes Volumen: Eine einzelne Ringmarke kennzeichnet das Nennvolumen für die reproduzierbare Herstellung oder den Transfer eines festen Volumens. Die Bauform kombiniert einen großen Körper für den Hauptvolumenanteil mit einem schlanken, zylindrischen Hals mit kleinem Durchmesser (z. B. bei Messkolben und Vollpipetten).

    Variables Volumen: Eine durchgehende Skala erlaubt unterschiedliche Teilvolumina einzustellen und abzulesen. Der zylindrische Körper mit größerem Querschnitt bildet über die gesamte Skalenstrecke die jeweilige Fehlergrenze an jedem einzelnen Volumen ab (z. B. Büretten, Messpipetten, Mess-/Mischzylinder). 

     

  2. In vs. Ex oder TC vs. TD

     

    In: Das Gerät ist so gefertigt, dass es das Nennvolumen enthält. Beim Ausgießen bleibt immer ein Rest an Flüssigkeit zurück. 

    Ex: Das Gerät ist so gefertigt, dass es das Nennvolumen abgibt. Nach dem Auslaufen darf eine definierte Restmenge im Gerät verbleiben. Eine vorgegebene Wartezeit kann Teil der Spezifikation sein und ist einzuhalten. 

Auf einen Blick: Volumenmessgeräte und ihre Messprinzipien

Messgerät

Justage

Prinzipien

Justage

Ex / TD

Prinzipien

Kleiner Querschnitt, fixes Volumen

Justage

Ex / TD

Prinzipien

Großer Querschnitt, variables Volumen

Justage

In / TC

Prinzipien

Kleiner Querschnitt, fixes Volumen

Justage

In / TC

Prinzipien

Großer Querschnitt, variables Volumen

Justage

Ex / TD

Prinzipien

i.d.R. kleiner Querschnitt, variables Volumen

In manchen Regionen werden die Kürzel TC/TD verwendet, statt In/Ex. Dabei steht TC für to contain und TD für to deliver. Anders ausgedrückt, In und TC meinen das gleiche wie auch Ex und TD.

          

              3. Klasse A vs. Klasse B

 

  • Klasse A (AS/AW): Bezeichnet die höchste Genauigkeitsklasse, d.h. kleinste Fehlergrenzen. Volumenmessgeräte der Klasse sind damit geeignet, wenn geringe Messunsicherheiten gefordert sind (z. B. bei Kalibrierarbeiten, analytische Anwendungen). Messkolben mit Weithals besitzen einen Hals mit etwas größerem Querschnitt und werden mit Klasse AW gekennzeichnet, da sie somit auch eine etwas höhere Fehlergrenze gegenüber der Klasse A Messkolben besitzen. Volumenmessgeräten der Klasse AS sind immer auf Ex justiert. Der Zusatz 'S' bedeutet Schnellablauf.
  • Klasse B: Die Toleranzen sind größer als bei Klasse A und damit vorgesehen für Vorbereitungsarbeiten, bei denen Geschwindigkeit, Robustheit oder Kosten im Vordergrund stehen. Auch hier gibt es Messkolben mit Weithals, die durch den größeren Querschnitt und der damit verbundenen erhöhten Fehlergrenze mit BW gekennzeichnet werden.

 

                Je größer der Querschnitt (Innendurchmesser an der Ringmarke), desto größer der absolute Fehler!

 

                DIN EN ISO 384:               MPE ≥ 0,25 x π x D2 x (0,4 + 0,01 D)

                (vereinfachte Formel)    MPE = Fehlergrenze; 
                                                                 D = Innendurchmesser an Ringmarke

          

               4. Glas vs. Kunststoff

 

  • Glas (bei Volumenmessgeräten i.d.R. Borosilikatglas oder Natron-Kalk-Glas): Sehr formstabil und hat damit eine geringe thermische Ausdehnung. Dabei ist es transparent und bietet eine hohe chemische Beständigkeit gegen Säuren, Laugen oder wässrige Lösungen mit Ausnahme von Fluorwasserstoff (HF). Volumenmessgeräte aus Glas ändern ihr Volumen nur sehr langsam, insbesondere durch die Reinigung.
  • Kunststoff (z. B. PP, PMP, PS): Ist nötig, wenn Glas ungeeignet ist (z. B. bei HF oder in der Spurenanalytik je nach Element/Matrix, Bor, Aluminium), aber mit anderen Grenzen bei Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit als mit Material Glas. Kunststoff zeichnet sich durch hohe Bruchfestigkeit und geringeres Gewicht aus. PMP und PFA werden auch für Messgeräte eingesetzt, die den Fehlergrenzen der Klasse A entsprechen.

 

Merke:
Den Universalwerkstoff, der allen Anforderungen im Labor gerecht wird, gibt es nicht. Die Entscheidung für Glas oder für Kunststoff richtet sich nach dem Anwendungszweck, der Produktgestaltung sowie den spezifischen Eigenschaften dieser Werkstoffe und wirtschaftlichen Aspekten.

Was ist bei der Handhabung von Volumenmessgeräten aus Glas oder Kunststoff zu beachten?

Bei der Handhabung sind folgende zentrale Punkte wichtig:

  1. Meniskus richtig ablesen

       Bei richtigem Ablesen sind Volumenmessgeräte aus Glas die genauesten Messinstrumente für Volumina im Labor. 

       Wie der Meniskus richtig abzulesen ist, erfahren Sie hier.

  2. Richtiges Handling

    Vorgaben zu Wartezeiten, Winkel und dem Abstreifen haben Einfluss auf das präzise Volumen und müssen je nach Gerät beachtet werden. 

       Mehr Infos zu der Handhabung der einzelnen Volumenmessgeräte.

  3. Referenztemperatur beachten

    Das angegebene Volumen bezieht sich auf die auf dem Volumenmessgerät angegebene Referenztemperatur (typischerweise 20 °C), bei der das Gerät kalibriert wurde. Für genauste Messergebnisse sollte möglichst dieselbe Temperatur eingehalten werden. Bei deutlichen Abweichungen von der Referenztemperatur sind temperaturbedingte Volumenänderungen bei Berechnungen zu berücksichtigen. 

  4. Sauberkeit und Benetzung sicherstellen

    Rückstände, bspw. Fettfilme oder Kalkflecken (Pulver), stören die Benetzung und verfälschen den Meniskus. Vor Nutzung reinigen, spülen und trocknen. Mehr zum richtigen Reinigen von Laborgeräten erfahren Sie hier.

  5. Prüf- und Kalibrierstatus

    Vor jedem Einsatz sollte eine Sichtprüfung durchgeführt werden (z. B. Risse, abgeplatzte Kanten, beschädigte Skala). Unabhängig davon sollten regelmäßig wiederkehrende Kalibrierungen gemäß Prüfmittelüberwachung durchgeführt werden.

Welche Zertifizierungen gibt es für Volumenmessgeräte?

Grundsätzlich wird in Qualitätszertifikate (Chargen- und Einzelzertifikate), Konformitätserklärungen und Kalibrierscheine unterschieden. Alle Zertifikate dokumentieren die Rückführbarkeit, wobei die Nachweistiefe vom Chargenzertifikat über das Einzelzertifikat bis zum DAkkS‑Kalibrierschein zunimmt. Zusätzlich kennzeichnet das DE‑M‑Zeichen die Konformität mit der deutschen Mess‑ und Eichverordnung.

 

Qualitätszertifikate

Grundlegende Infos:

  • Hersteller
  • Produkt
  • Chargennummer
  • Mittelwert
  • Standardabweichung

Zusätzliche Infos:

  • Messmethode
  • Prüfmittel
  • Prüfender und Datum
Beispielabbildung von Qualitätszertifikaten für Volumenmessgeräte von BRAND.
  • als Chargenzertifikat (Werkskalibrierung nach DIN EN ISO 4787)

Inhalt: Mittelwert und Standardabweichung der Charge, Datum, Rückführung der Prüfmittel

Grundlage: Gerätestandards wie DIN EN ISO 1042 (Messkolben), 4788 (Messzylinder), 385/648/835 (Büretten/Pipetten)

Einsatz: Routinearbeiten, wenn ein Chargennachweis genügt 

 

  • als Einzelzertifikat (Werkskalibrierung je Gerät)

Inhalt: Prüfwerte für das konkrete Einzelgerät

Vorteil: Eindeutige Rückverfolgbarkeit auf Serien‑/Geräteebene

Einsatz: Wenn individuelle Nachweise gefordert sind

 

  • als USP‑Zertifikat (Chargen‑ oder Einzelzertifikat)

Zweck: Bestätigung der Fehlergrenzen der United States Pharmacopeia

Einsatz: Analysen und Verfahren mit explizitem USP‑Bezug

DAkkS‑Kalibrierschein (durch akkreditiertes Labor)

Zweck: Unabhängiger, akkreditierter Kalibriernachweis mit Rückführung

Einsatz: Gutachten (bspw. forensisch, medizinisch, technisch), regulatorische Vorgaben, Akkreditierungspflichten

 

Bei BRAND erhalten Sie auf Wunsch viele Volumenmessgeräte direkt mit einem DAkkS-Kalibrierschein aus unserem nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierten Kalibrierlabor.

Konformitätserklärung

DE‑M‑Kennzeichnung (gesetzlicher Messbereich)

 

Bedeutung: Konformität mit der deutschen Mess‑ und Eichverordnung

Relevanz: Für Geräte, die im gesetzlich geregelten Bereich bereitgehalten oder verwendet werden

Beispiel einer Konformitätserklärung von BRAND.

Auswahlhilfe in Kürze

Routine mit allgemeiner Rückverfolgbarkeit?          → Chargenzertifikat

Gerät‑spezifische Rückverfolgbarkeit?                        → Einzelzertifikat

Pharma/USP‑Pflichten?                                                     → USP‑Zertifikat (Charge oder Einzelgerät)

Gutachten (insbesondere im öffentlichen Raum)? → DAkkS‑Kalibrierschein

Welche Normen gelten für Volumenmessgeräte?

Für Volumenmessgeräte gelten eine allgemeine Grundnorm, spezifische Produktnormen je Gerätetyp und eine zentrale Prüfnorm für Kalibrierung und Anwendung:

Was ist beschrieben?

Wo ist es beschrieben?

Wo ist es beschrieben?

DIN EN ISO 384

Wo ist es beschrieben?

DIN EN ISO 385/ 648/ 835 / 1042/ 4788/ 5215

DIN  12681

DIN ISO 3507

ISO 6706

Wo ist es beschrieben?

DIN EN ISO 4787

Wo ist es beschrieben?

Guidelines/ Bücher/ Normen aus anderen Bereichen

Übersicht der Anforderungen an einzelne Volumenmessgeräte:

Gerät (Glas/Kunststoff)

ISO Norm

USP/ASTM Norm

ISO Norm

DIN EN ISO 648 (Glas)

USP/ASTM Norm

USP Kapitel 31/ASTM E969

ISO Norm

DIN EN ISO 835 (Glas)

USP/ASTM Norm

USP Kapitel 31 (ASTM E 1293)

ISO Norm

DIN EN ISO 1042 (Glas)

DIN EN ISO 5215 (Kunststoff)

 

USP/ASTM Norm

USP Kapitel 31/ASTM E 288

ISO Norm

DIN EN ISO 4788 (Glas)

ISO 6706/ DIN 12681 (Kunststoff)

 

USP/ASTM Norm

USP Kapitel 31 (ASTM E 1272)

ISO Norm

DIN EN ISO 385 (Glas)

USP/ASTM Norm

USP Kapitel 31/ASTM E 1189 & 287

*Details zum Vergleich: G.I.T. Laboratory Journal 9-10 / 2013, pp 33-35

Quellen

Jander Jahr Maßanalyse (17. Auflage)

G.I.T. Laboratory Journal 9-10 / 2013, pp 33-35

FAQ

BLAUBRAND® Volumenmessgeräte bieten geprüfte Genauigkeit (Klasse A/AS), verlässliche Zertifikate und langlebige Materialien aus Deutschland. Jedes Glasvolumenmessgerät wird bei BRAND individuell justiert. Darüber hinaus verwendet BRAND Qualitätsdruckfarben, die zusammen mit dem Einbrennprozess speziell für Volumenmessgeräte aus Glas entwickelt wurden und eine gute Ablesbarkeit auch nach vielen Waschzyklen gewährleisten. Dadurch sichern sie reproduzierbare Ergebnisse.

Der Glasabtrag kommt hauptsächlich von der Reinigung. Erfahren Sie mehr zum Thema Reinigung von Volumenmessgeräten hier.

Die Referenztemperatur, bei BLAUBRAND 20 °C, ist der feste Bezugspunkt, auf den die Justage von Volumenmessgeräten ausgelegt ist. D.h. Volumen und Toleranzen beziehen sich auf 20 °C. Wird bei abweichender Temperatur gearbeitet, entstehen zusätzliche Abweichungen, die durch dokumentierte Korrekturen berücksichtigt werden. Physikalisch gesehen verändert sich das Volumen der Flüssigkeit mit Temperaturänderung. Auch das Gerät hat diese Abhängigkeit, so dass die Referenztemperatur für Vergleichbarkeit sorgt. Wird bei abweichender Temperatur gearbeitet, entstehen zusätzliche Abweichungen, die durch dokumentierte Korrekturen berücksichtigt werden. 

Glas-Volumenmessgeräte werden für die meisten Laboranwendungen eingesetzt, da sie formstabil, chemisch beständig und sehr genau sind. Kunststoff-Volumenmessgeräte kommen zum Einsatz, wenn Glas ungeeignet ist, beispielsweise bei Arbeiten mit Fluorwasserstoffsäure (HF) oder in bestimmten Analysen oder dem Bereich Spurenanalyse.

Insbesondere durch die regelmäßige Reinigung kommt es zu einem allmählichen Glasabtrag. Dessen Ausmaß hängt von mehreren Faktoren ab: Reinigungsdauer, Temperatur, Art und Konzentration des Detergenz sowie dem pH-Wert der verwendeten Reinigungslösung. Je länger und intensiver die Beanspruchung, desto stärker kann der Glasabtrag ausfallen.

Dieser Materialverlust von wenigen Mikrometern führt zu Volumenänderungen und kann i.d.R. nicht erkannt werden. 

Um sicherzustellen, dass Volumenmessgeräte weiterhin die geforderte Genauigkeit erfüllen, sollten sie regelmäßig überprüft werden. 

Der Unterschied liegt vor allem in der Messgenauigkeit. Volumenmessgeräte wie Messkolben, Messzylinder oder Pipetten sind kalibriert und für genaue Volumenbestimmungen ausgelegt. Sie besitzen definierte Fehlergrenzen und werden für quantitative Arbeiten im Labor eingesetzt.

 

Messbecher dienen hingegen hauptsächlich zum groben Abschätzen oder Ansetzen von Flüssigkeitsmengen. Die Skala ist mit etwa +/- 10% deutlich weniger genau und nicht für präzise Volumenmessungen geeignet.

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Dr. Christian Schurz
Produktmanager Glas- & Kunststoffware | Experte für Volumenmessgeräte

Dr. Christian Schurz ist seit über 13 Jahren Produktmanager bei BRAND GMBH + CO KG in Wertheim und spezialisiert auf Themen rund um Volumenmessgeräte. Er arbeitet aktiv in der Normung mit: Als Mitglied im DIN-Arbeitsausschuss Volumenmessgeräte sowie als Experte und Projektleiter im ISO/TC48/SC8/WG1 (Glass and plastic volumetric apparatus). Nach seinem Chemiestudium (Diplom) an der TU Bergakademie Freiberg promovierte er an der Universität Stuttgart in Anorganischer Chemie. Seine wissenschaftliche Arbeit setzte er als Postdoc zunächst fort, ehe er 2013 zu BRAND wechselte.

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